
Für den Förderverein Engelsberg ist nun ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen, der den aktiven Vereinsmitgliedern eine mühevolle Kraftanstrengung erspart: In den extremen Steillagen, die der Förderverein am Engelsberg bewirtschaftet, kam nun erstmals eine Drohne für den Rebschutz zum Einsatz.
Um dort die Pflanzenschutzmittel richtig ausbringen zu können, war bisher ein Team notwendig. Manfred Ursprung, Rudi Maurath, Rudi Karcher und Andreas Karcher mussten die Spritzmittel in dem steilen Gelände auf den schmalen Pfaden mit Rückenspritzgeräten ausbringen. Das war jedes Jahr – je nach Witterung etliche Male - eine aufwändige Knochenarbeit. Vor allem wenn man bedenkt, dass auch über 80 –Jährige zu diesem Team gehören.
Jetzt konnte die Winzergenossenschaft Affental, in Kooperation mit der ZG Raiffeisen, erstmals die Spritzdrohne für den Förderverein Engelsberg einsetzen. Am 12. Mai waren die Motorgeräusche über den Reben zu hören. Die Spritzdrohne zog ihre Bahnen mit einer Geschwindigkeit von rund 13 km/h.
Es handelte sich um eine Drohne, die eine Ladung von 30 Litern Spritzbrühe fasst und diese sehr fein und präzise über den Rebstücken ausbrachte. Die Drohne hat ein Abfluggewicht von 40,5 kg, eine Spannweite von rund 2,5 m und eine Arbeitsbreite von 3 m. Nach drei Boxenstopps und Akkuwechsel war die Arbeit nach 30 Minuten getan. Das Team mit den Rückenspritzgeräten hätte dafür mehrere Stunden schweißtreibende Arbeit aufwenden müssen.
Ebenfalls sehr wichtig sind die deutlich besseren Ergebnisse für den umweltschonenden Pflanzenschutz. Der Einsatz von Sprüh-Drohnen reduziert die Abdrift auf Nicht-Zielflächen um bis zu 95 Prozent, ebenso wie die insgesamt verwendete Menge der Rebschutzmittel.
Zu den Vorteilen der Drohnen in der Landwirtschaft gehört auch, dass sie fast immer eingesetzt werden können. Nur bei starkem Wind oder Niederschlag können sie nicht aufsteigen. Nach längeren Regenzeiten zum Beispiel ist der Boden so feucht, dass ein Einsatz von Traktoren viel zu gefährlich oder sogar unmöglich ist. Auch in solchen Fällen sind Drohneneinsätze die Lösung.
